Montag, 25. April 2011

Mein Freund, der Baum...

Ganz versteckt im Nordosten bei Stubbendorf im Landkreis Bad Doberan & ohne vorherige Kenntnis kaum zu entdecken, steht oder besser gesagt liegt der älteste Wildapfelbaum Deutschlands - auch als Holzapfel (Malus sylvestris) bekannt.





Dieser alte Riese wird auf ein Alter von 400 - 500 Jahren geschätzt & hat einen sagenhaften Stammumfang von 4,5 Metern!

  
Trotzdem er bereits vor einigen Jahren auseinandergebrochen & dem Pilzbefall ausgesetzt ist - er grünt aus seinen Wunden & blüht sogar vor der üblichen Zeit!


Das natürliche Verbreitungsgebiet des Holzapfels ist wohl Europa bis Vorderasien, wobei die Süd- und Ostgrenze des Verbreitungsgebietes nicht sicher bestimmbar ist. 
Als Hauptverbreitungsgebiet gelten die Tieflandgebiete Mitteleuropas. 
In den Alpen kommt der Holzapfel bis zu einer Höhe von 1100 m NN vor. 
Er bevorzugt Flussauen und Standorte im Gebiet der Nässegrenze des Waldes. 
Da diese natürlichen Standorte durch menschliche Eingriffe stark zurückgegangen sind, ist der Holzapfel in seinem Bestand bedroht.


Holzäpfel wurden schon zur Zeit der Pfahlbauten benutzt. Die Früchte sind gedörrt oder gekocht wohlschmeckend. In der Küche kann man den Gerbstoffreichtum des Holzapfels nutzen, um Konfitüren ein pikantes Aroma zu verleihen. Zudem eignet er sich zur Herstellung von Apfelwein. Seit Verbreitung des Kulturapfels hat der Holzapfel dennoch nur geringe wirtschaftliche Bedeutung.

Der Holzapfel erhöht in den heimische Wäldern die Artenvielfalt und dient als Bienenweide. Vögel nutzen ihn als Brutstätte.

Seine Robustheit, insbesondere seine gute Kälteverträglichkeit begünstigen seine Verwendung als Kreuzungspartner in der Apfelzüchtung.


Selten hat mich ein Baum derart beeindruckt & ich wäre gern noch viel länger geblieben um ihm zuzuhören...


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