Montag, 16. Mai 2011

Werbung in eigener Sache...

Meine Damen (& Herren),

das WGT steht nun wieder fast vor der Tür & wer noch ausgefallene Schmuckstück zur Komplettierung seines Outfit's sucht, der könnte vielleicht hier fündig werden:

Ohrringe in Silber:




Ohrringe in Bronze:




 Cabochon-Ohrringe:




Ketten & Colliers:



Diese & viele weitere Schmuckstücke findet ihr in meinem Shop bei Dawanda:


Montag, 2. Mai 2011

Heute mal was Praktisches - Teil II

Hier der Mai-Sammelkalender für alle Kräuter-Hexen:

 
Und hier noch ein Rezept für Birkenchampagner:

Der Birkenchampagner wird aus Birkensaft hergestellt. 
Er wurde bereits 1834 in einem Hauslexikon erwähnt: 
Dieß Getränk soll dem ächten Champagner zum Verwechseln ähnlich seyn.

Man kocht frischen Birkensaft mit Zucker in einem Kessel unter Abschäumen auf ein Viertel ein, 
seiht die Flüssigkeit durch ein Tuch in ein Fass, 
fügt nach erfolgter Abkühlung warme Hefe und Franzwein sowie Zitrone hinzu, mit Bedacht, lässt diese Mischung gären, 
verspundet das Fass und zieht nach vier Wochen Lagerzeit den Wein auf Flaschen. 
Beim Einschenken schüttete man erst einen Teelöffel voll Zucker in das Glas, 
goß es voll, rührte um und trank schnell aus. 
Ohne Zucker bildete sich kein Schaum.

Montag, 25. April 2011

Mein Freund, der Baum...

Ganz versteckt im Nordosten bei Stubbendorf im Landkreis Bad Doberan & ohne vorherige Kenntnis kaum zu entdecken, steht oder besser gesagt liegt der älteste Wildapfelbaum Deutschlands - auch als Holzapfel (Malus sylvestris) bekannt.





Dieser alte Riese wird auf ein Alter von 400 - 500 Jahren geschätzt & hat einen sagenhaften Stammumfang von 4,5 Metern!

  
Trotzdem er bereits vor einigen Jahren auseinandergebrochen & dem Pilzbefall ausgesetzt ist - er grünt aus seinen Wunden & blüht sogar vor der üblichen Zeit!


Das natürliche Verbreitungsgebiet des Holzapfels ist wohl Europa bis Vorderasien, wobei die Süd- und Ostgrenze des Verbreitungsgebietes nicht sicher bestimmbar ist. 
Als Hauptverbreitungsgebiet gelten die Tieflandgebiete Mitteleuropas. 
In den Alpen kommt der Holzapfel bis zu einer Höhe von 1100 m NN vor. 
Er bevorzugt Flussauen und Standorte im Gebiet der Nässegrenze des Waldes. 
Da diese natürlichen Standorte durch menschliche Eingriffe stark zurückgegangen sind, ist der Holzapfel in seinem Bestand bedroht.


Holzäpfel wurden schon zur Zeit der Pfahlbauten benutzt. Die Früchte sind gedörrt oder gekocht wohlschmeckend. In der Küche kann man den Gerbstoffreichtum des Holzapfels nutzen, um Konfitüren ein pikantes Aroma zu verleihen. Zudem eignet er sich zur Herstellung von Apfelwein. Seit Verbreitung des Kulturapfels hat der Holzapfel dennoch nur geringe wirtschaftliche Bedeutung.

Der Holzapfel erhöht in den heimische Wäldern die Artenvielfalt und dient als Bienenweide. Vögel nutzen ihn als Brutstätte.

Seine Robustheit, insbesondere seine gute Kälteverträglichkeit begünstigen seine Verwendung als Kreuzungspartner in der Apfelzüchtung.


Selten hat mich ein Baum derart beeindruckt & ich wäre gern noch viel länger geblieben um ihm zuzuhören...


Dienstag, 19. April 2011

An der Saale hellem Strande

An der Saale hellem Strande
stehen Burgen stolz und kühn
Ihre Dächer sind zerfallen,
und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen d´rüber hin.

Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer klingen Speer und Schild;
Doch dem Wandersmann erscheinen
In den altbemoosten Steinen
Oft Gestalten zart und mild.

Droben winken schöne Augen,
Freundlich lacht manch roter Mund,
Wand'rer schaut wohl in die Ferne,
Schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.

Und der Wand´rer zieht von dannen
Denn die Trennungsstunde ruft
Und er singet Abschiedslieder
Lebewohl tönt ihm hernieder
Tücher wehen in der Luft.






Mittwoch, 6. April 2011

Das käufliche Glück

Normalerweise steh ich nicht auf so Frauenzeitungs-Mädchen-Blabla-Quatsch, aber hierbei hab ich mich echt köstlich amüsiert...

20 gute Gründe, warum einkaufen oft besser ist als Sex


1)      Weil Shoppen auch nach zehn Jahren Beziehung noch immer so aufregend ist wie am ersten Tag.

2)      Weil dabei auch mal ein Quickie in der Umkleidekabine drin ist – aber beim Sex nie ein schnelles Chanel-Kostüm.

3)      Weil „klein“ beim Shoppen exklusiv bedeutet.

4)      Wenn man’s mehrere Stunden macht, tun einem nur die Füße weh.

5)      Weil Sie sowieso mit den meisten Designern nicht schlafen können.

6)      Weil man nach dem Shopping noch immer Sex haben kann, aber nach dem Sex meist die Läden zu sind.

7)      Weil da die Tüte schlimmstenfalls am Henkel reißt.

8)      Weil Sie dabei ganz in Ruhe überlegen können – und hinterher sogar sagen: „Ach, ich will’s doch nicht.“

9)      Weil um 20 Uhr Schluss ist, da hilft auch kein betteln.

10)  Weil Sie unterwegs allenfalls mal ein Kind verlieren, aber nie mit einem neuen nach Hause kommen.

11)  Weil man dem Verkäufer nie sagen muss, dass er gut war.

12)  Weil Sie es mit so vielen verschiedenen Menschen tun können – sogar mit Mutti.

13)  Weil Shoppen gut gegen Migräne ist.

14)  Weil man schlechten Sex nicht umtauschen kann. *

15)  Weil man als Stammkundin liebevoller behandelt wird – nicht routinierter.

16)  Weil Sie beim Sex keine Schnäppchen ergattern.

17)  Weil das schon wieder etwas ist, was Sie länger können als er.

18)  Weil es keinen Ärger gibt, wenn Sie zwischendrin fragen: „Kann ich bitte einen Espresso haben?“

19)  Weil Sie so oft den Laden wechseln können, bis Sie glücklich sind.

20)  Weil Sie mindestens genauso fertig sind, wenn Sie vom Shoppen kommen!

* Mein Favorit!
Wie oft hätte ich nachher gerne gesagt:
"Ach nee, das sah in der Angebotsbroschüre irgendwie besser aus. Kann ich doch bitte mein Geld wiederhaben? Oder wenigstens nen Gutschein?"
 Text: JOY / Timur Vermes

Freitag, 1. April 2011

Heute mal was Praktisches:

In freudiger Erwartung eines wunderschönen Frühlingswochenendes der April-Sammelkalender für alle Kräuter-Hexen:




Mittwoch, 23. März 2011

Und schon wieder...

Eine jede Hoffnung ist ohne Sinn.
Kein Mensch verfalle auf die Idee, auf die Erfüllung seiner Träume zu sinnen. 
Vielmehr soll er den Irrsinn des Hoffens begreifen.
Hat er ihn begriffen, darf er hoffen.
Wenn er dann noch träumen kann, hat sein Leben einen Sinn.

(Robert Schneider, aus "Schlafes Bruder") 
 
 

Dienstag, 22. März 2011

Heiliger Gral vs. Pappbecher...

„Was müssen die armen Menschen suchen und irren! 
Von einem Geliebten zum anderen hetzen sie und wissen nicht, 
dass Gott ihnen einen Menschen von Ewigkeit her zugedacht hat. 
Einen Menschen, der dasselbe Herzschlagen trägt wie sie.“ 

(Robert Schneider, aus "Schlafes Bruder")

Samstag, 19. März 2011

Gedanken im (Ver)zug

heimkehr

knospende weidenkätzchen
zartfühlend bebend
in nässendem grau

vorjahresblätter kontern
trotzig raschelnd
mit trockenem braun

knisternde grashalme
erweichen widerstandslos
unter zerberstenden tropfen

zornige brombeerranken
klammern noch immer
am sommer vom vorigen jahr

bleiche birken
schwanken seufzend
vor scharfem frühlingswind

fliegende landschaften
rasen vorbei an wüsten feldern
unbestellt

innen starren trübe augen durch neonlicht
in ein blasses spiegelbild
fleckiger fensterscheiben


Freitag, 18. März 2011

Das Lied von der Moldau

Am Grunde der Moldau wandern die Steine
Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.
Es wechseln die Zeiten. Die riesigen Pläne
Der Mächtigen kommen am Ende zum Halt.
Und gehn sie einher auch wie blutige Hähne
Es wechseln die Zeiten, da hilft kein Gewalt. 

Am Grunde der Moldau wandern die Steine
Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.

Bertolt Brecht


Anspieltipp:


Mittwoch, 16. März 2011

Dein Auge

Seit ganz mein Aug' ich durft in deines tauchen,
Auf ewig schlöss' ich's gern - ich sah genug;
Kein Erdenschatten sollte mehr behauchen
Den Spiegel, der das Bild des Himmels trug.

Felix Dahn


Dienstag, 15. März 2011

Von Frauen und anderen Untieren

6.3.2011

Nach einer turbulenten Woche voller Höhen und Tiefen des zwischenmenschlichen Kuriosums, platzte es so aus mir hervor.
Und das nach erfolgreicher, jahrelanger  schriftstellerischer Abstinenz.
Aber es muss einfach raus.

Ich frage mich, warum zum Teufel macht man sich als Frau eigentlich ständig das Leben selber schwer, wo doch genügend andere diese Aufgabe nur allzu bereitwillig übernehmen?

Hier ein Beispiel…
Man trifft jemanden der nett ist, intelligent, witzig sowieso, jemanden der es offenbar ehrlich mit einem meint, der einen nicht mit abgedroschenen Anmachsprüchen ermüdet & zudem optisch durchaus ein Leckerbissen ist.
Was macht frau also, anstatt unverzüglich auf die Knie zu fallen & den Göttern für dieses unerwartete Geschenk des Himmels zu danken, wie es eigentlich angebracht wäre?
Stattdessen macht sie sich sinnbildlich mit Adleraugen & säuberlich manikürten Nägeln auf die akribische Suche nach den schwarzen Mitessern auf Biografie & Seele, die es schleunigst auszumerzen gilt. Ungeachtet natürlich der unliebsamen Tatsache, dass man selbst längst der Pubertät entwachsen, durchaus den ein oder anderen hässlichen Eiterpickel mit sich herumschleppt.
Aber nicht doch, nicht doch!
Das tut man selbstverständlich nicht, um den Partner in Frage zu stellen, geschweige denn ihn umzuerziehen, sondern ausschließlich um ihm endlich zu einem besseren Leben zu verhelfen.
Was ja auch höchste Zeit wird, aber das bleibt unter uns.
                                                                              
Sind wir doch mal ehrlich, meine Damen.
Genau so gut am Samstagnachmittag in der gut besuchten Fußgängerzone auf ein Taschentuch zu spucken und dem Liebsten mit selbigem durchs Gesicht wischen.
Na, klingeln da nicht unverzüglich alte Kindheitserinnerungen an der Tür, dümmlich grinsend und genau so willkommen wie die Zeugen Jehovas?
Auf Dauer hat ein so ein Verhalten ähnliche Auswirkungen auf die männliche Psyche wie eine Kastration auf dem Küchentisch. Fehlte nur noch, ihm die Kronjuwelen anschließend püriert & auf Eis in einem Martini-Glas mit einem rosa Schirmchen darzureichen.
In diesem Sinne: Stößchen, meine Damen!

Derlei Angewohnheiten kann man jedenfalls nur noch schwerlich mit dem oft erwähnten Helfersyndrom erklären. Könnten unter Umständen vielleicht die weibliche Gene dafür zur Rechenschaft gezogen werden? Irgendwelche Vorschläge?

Jedenfalls frage ich mich immer wieder, warum man als Frau einem ausgemachten Arschloch, dass einen gefühlte Ewigkeiten am unsichtbaren Gummiband ganz nach Belieben hin- und herschnipsen lässt, eigentlich viel mehr verzeiht, als jemandem, der es mehr als verdient hätte, geliebt zu werden?
Wollen Frauen trotz unzähliger verbrannter BH’s am Ende doch lieber verarscht werden? Natürlich um anschließend ausgiebig über die verhasste Männerwelt zu schimpfen!
Suchen wir, trotzdem wir gerne lautstark in der Öffentlichkeit unsere feminine Unabhängigkeit proklamieren, immer noch einen, der uns mal so richtig zeigt, wo’s langgeht?

Bei dem einen sucht man also verzweifelt nach dem versteckten Haken, genau jenem Haken, den man sich beim anderen Exemplar permanent eintritt, es aber ob des endorphin-vernebelten Matsch-Hirns nicht mal merkt.

Verdammt, ist das peinlich!
Ich glaube, ich gehe gleich morgen früh in die Zoohandlung und erwerbe einige Katzen.
Da weiß ich wenigstens von vornherein, dass ich nur für’s Kochen und Putzen zuständig bin.
Im Übrigen, haben Sie schon mal versucht, eine Katze zu erziehen?
Falls ja, ich wäre dankbar für jeden Hinweis.
Man braucht ja schließlich eine Aufgabe im Leben. 


Donnerstag, 10. März 2011

Fangen wir mit Frühling und Liebe an:

Soll ich kleine Lieder singen,
Wie ich oftmals tat?

Sonne schon und Nachtigallenschwingen

Naht.

Unterm Schnee die Quellen rauschen

Schon dem Frühling zu.

Laß uns lächeln, laß uns lauschen!

Du!

Rinnt nicht auch in deinen Tränen

Schon der Mai?

Liebend Berge sich an Berge lehnen.

Sei!

Eine Tanne steht im jungen Triebe,

Wo der Marder schlich.

Winter wankt. Die Föhne stürmen. Liebe

Mich!

Klabund (1890-1928)

 


Dienstag, 8. März 2011

An das Herz

Willst du nicht dich schliessen,
Herz, du offnes Haus!
Worin Freund’ und Feinde
Gehen ein und aus?

Schau, wie sie verletzen
Dir das Hausrecht stets!
Fühllos auf und nieder,
Polternd, lärmend geht’s.

Keiner putzt die Schuhe,
Keiner sieht sich um,
Staubig brechen alle
Dir ins Heiligtum;

Trinken aus den goldnen
Kelchen des Altars,
Schänden Müh’ und Segen
Dir des ganzen Jahrs;

Werfen die Penaten
Wild vom Herde dir,
Pflanzen drauf mit Prahlen
Ihr entfärbt Panier.

Und wenn zu verwüsten
Nichts sie finden mehr,
Lassen sie im Scheiden
Dich, mein Herz, so leer!

Nein! Und wenn nun alles
Still und tot in dir,
O, noch halt dich offen,
Offen für und für!

Lass die Sonne scheinen
Heiss in dich herein,
Stürme dich durchfahren
Und den Wetterschein!

Wenn durch deine Kammern
So die Windsbraut zieht
Lass dein Glöcklein stürmen,
Schallen Lied um Lied!

Denn noch kann’s geschehen,
Dass auf irrer Flucht
Eine treue Seele
Bei dir Obdach sucht!
 
Gottfried Keller
 

Dienstag, 1. März 2011

Der Kuss  

Es regnet - doch sie merkt es kaum, 
weil noch ihr Herz vor Glück erzittert: 
Im Kuß versank die Welt im Traum. 
Ihr Kleid ist naß und ganz zerknittert  

und so verächtlich hochgeschoben, 
als wären ihre Knie für alle da. 
Ein Regentropfen, der zu Nichts zerstoben, 
der hat gesehn, was niemand sonst noch sah.  

So tief hat sie noch nie gefühlt - 
so sinnlos selig müssen Tiere sein! 
Ihr Haar ist wie zu einem Heiligenschein zerwühlt - 
Laternen spinnen sich drin ein.

Wolfgang Borchert  


Dienstag, 11. Januar 2011